Piaristenkirche, 1080 Wien

Piaristenkirche Maria Treu, 1080 Wien

Piaristenkirche 1080 Wien

Beim linken Seitenaltar gibt es Reliquiare mit dem Heiligen Placidus (links) sowie mit dem Heiligen Innozenz (rechts)

Piaristenkirche Seitenaltar links

Legende des Hl. Placidus von Disentis:
Placidus gründete mit dem Hl. Sigisbert um das Jahr 720 aus dessen Zelle das Kloster Disentis (im Schweizer Kanton Graubünden). Sigisbert sei auch dessen erster Abt gewesen. Als Placidus die Rechte des Klosters gegen die Herren der Gegend verteidigte, ließen sie ihn ermorden. Sigisbert setzte ihn bei und ließ sich neben ihn bestatten.

Legende des Hl. Innozenz von Agaunum:
Innozenz war Bannerträger der Thebäischen Legion und habe am 22. Septenber 286 in Agaunum (St. Maurice) in Wallis (Schweiz) das Martyrium erlitten.

Am rechten Seitenaltar finden wir ebenfalls 2 Reliquiare, das linke mit Reliquien von der Hl. Praxedis, der Hl. Felicitas, des Hl. Primus, Hl. Theodor, Hl. Victor, Hl. Clericus; das rechte Reliquiar enthält Gebeine des Hl. Paulus, der Hl. Praxedis, Hl. Corona, des Hl. Prosper, Hl. Justus, Hl. Illuminatus sowie einer unindentifizerbaren Reliquie (…alis).

Piaristenkirche Seitenaltar rechts

Legende von der Hl. Praxedis:
Praxedis, deren Wirken nur schwer zu erfassen ist, lebte vielleicht im 1. oder 2. Jahrhundert. Sie war die Tochter von Senator Pudens und die Schwester von Pudentiana. Sie soll sich für verfolgte Christen eingesetzt und Märtyrern ein würdiges Begräbnis verschafft haben. Sie ist in der Kirche S. Prassede in Rom bestattet.

Legende der Hl. Felicitas:
Felicitas erlitt unter der Herrschaft des Kaisers Marc Aurel das Martyrium durch Enthauptung. Sie wurde im Friedhof des Maximus beigesetzt. Ihr Name ist schon in einem alten römischen Messkanon enthalten. In anderen Legenden wird sie zusammen mit 7 Brüdern erwähnt, andere Legenden berichten daüber, dass es ihre 7 Söhne gewesen waren, der Festtag der „7 Brüder“ ist der 10. Juli.
Patronat: für die Geburt von gesunden Söhnen, der Mütter und Frauen.

Legende des Hl. Primus:
Primus und Felicianus seien 2 Brüder gewesen, die unter der Christenverfolgung des Diokletian den Martertod fanden. Beide kümmerten sich aufopferungsvoll und unter größter Lebensgefahr um eingekerkerte Christen. In S. Stefano Rotondo wurden sie beigesetzt.

Legende des Hl. Theodor von Octodurum:
Theodor war der erste bekannte Bischof des Kantons Wallis (Schweiz), er nahm an der Synode von Aquileja im Jahre 381 teil. Die Legende berichtet, er habe die Gebeine von Mauritius und der Thebäischen Legion gefunden und für deren Aufbewahrung die Basilika in Agaunum (St. Maurice) gebaut. Theodor starb ungefähr im Jahre 400 oder 410. Im Mittelalter entwickelten sich seine Gebeine in Sitten (Schweiz) zur Wallfahrtsstätte.

Legende des Hl. Victor:
Victor, der Ehemann von Corona, starb während der Christenverfolgung in Ägypten oder Syrien um das Jahr 175.

Beim Hl. Clericus ist man sich nicht sicher, ob es einen Namen eines unbekannten Heiligen darstellt, oder eher eine Bezeichnung eines unbekannten Priesters (Klerikers)

Die Legende des Hl. Paulus wurde bereits in der Jesuitenkirche beschrieben und ist auführlich in der Apostelgeschichte sowie in den Paulus-Briefen nachzulesen.

Legende der Hl. Corona:
Corona musste im Alter von 16 Jahren die Hinrichtung ihres Ehemannes Victor zusehen. Sie selbst wurde auf grausamste Art ermordet: Ihr Körper wurde zwischen zwei Palmen, die herabgebogen waren, gebunden und beim Auseinanderschnellen zerrissen. Das Todesdatum war 175, der Ort entweder Syrien oder Ägypten. In Österreich verbreitete sich der Corona-Kult rasch.

Legende des Hl. Prosper Tiro:
Prosper wurde um das Jahr 390 in Limognes (Frankreich) geboren. Nach der Trennung von seiner Ehefrau wurde er Laienmönch in Marseille, er war mit vielen bedeutenden Heiligen in schriftlichem und/oder persönlichen Kontakt, z.B.: Augustinus und Hilarius. Als Leo I. zum Papst gewählt wurde, wurde er dessen persönlicher Berater. Prosper schrieb viele Gedichte und Prosaschriften, er starb am 25. Juni 460 in Rom.

Legende des Hl. Justus:
Justus war ab dem Jahr 250 Bischof von Lyon, seine Teilnahme an der Synode von Aquileia ist bezeugt. Nach 30jähriger Amtszeit gab er den Bischofstitel zurück, weil er einen Mann, der Menschen zuvor verletzte, nicht vor der Selbstjustiz einer aufgebrachten Menge beschützen hatte können. Er zog sich als Einsiedler in die ägyptische Wüste zurück und starb dort um das Jahr 390. Im 5. Jarhundert wurden seine Gebeine nach Lyon übertragen.

Legende des Hl. Illuminatus:
Illuminatus war ein Benediktinermönch in Sanseverino in Italien. Er war beim Volk schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt und starb um das Jahr 1000.

Weiterführende Links:
www.mariatreu.at

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Jesuitenkirche, 1010 Wien

Jesuitenkirche, 1010 Wien

Jesuitenkirche 1010 Wien

In dieser Kirche finden wir ein Füllhorn an Reliquien.
Es gibt 8 Nebenaltäre, die jeweils mehrere kunstvoll ausgestattete Reliquiare enthalten.

Übersicht der Altäre:

                                HAUPTALTAR

           4                                                     5

             3                                                     6

             2                                                     7

             1                                                     8

                                   EINGANG

(Seitenaltar 4 enthält keine Reliquien)

Seitenaltar 1:

Seitenaltar 1 links

Hier finden wir jeweils 2 große Reliquien vom Hl. Clemens und vom Hl. Adauctus.

Legende des Hl. Adauctus:
St. Adauctus stammte aus Italien, wo er ungefähr in der Mitte des 3. Jhd. geboren wurde. Er gehörte zu den römischen Würdenträgern und hatte das Amt eines Leiters des kaiserlichen Fiskus inne. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde er um das Jahr 304 wegen seines Glaubens gefangengenommen und hingerichtet.

Legende des Hl. Clemens:
St. Clemens I. war der dritte Nachfolger des Heiligen Petrus (nach Linus und Anakletus). Verschiedene Quellen vermuten, er sei Paulus-Schüler gewesen und der Korinther-Brief stamme von ihm. Ende des 1.Jahrhunderts soll er aus Rom vertrieben worden sein, auf Anordnung des Kaisers habe er Zwangsarbeit in den Steinbrüchen auf der Krim leisten müssen. Er erlitt das Martyrium, indem er mit einem Anker um den Hals in das Meer geworfen wurde. Der Hl. Kyrill brachte seine Gebeine nach Rom, wo sie in der Kirche St. Clemente beigesetzt wurden.
Patronat: der Seeleute, Steinmetze, Mamorarbiter, Hutmacher, gegen Kinderkrankheiten, gegen Wassergefahren, bei Sturm und Gewitter.

Seitenaltar 2:

Seitenaltar 2 links

Hier finden wir jeweils 2 Reliquien vom Hl. Adauctus und vom Hl. Bonifatius, in den größeren Reliquiaren befinden sich (links): Hl. Gereon von Köln, Hl. Clemens, Hl. Bernhard, Hl. Jakob der Jüngere, sowie eine Reliquie der 11.000 Gefährtinnen der Hl. Ursula; (rechts) 2 Reliquien des Hl. Gereon, des Hl. Clemens, Hl. Maria von Gethsemani, Hl. Honorius, Hl. Restituta, Hl. Margaretha, Hl. Longinus, eine weitere Reliquie der 11.000 Gefährtinnen der Hl. Ursula sowie ein angebliches Stück Purpurmantel Jesu Christi.

Legende des Hl. Bonifatius von Tarsos:
Bonifatius sei im Auftrag einer reichen Frau aus Rom nach Tarsos gekommen, um Reliquien von Märtyrern ausfindig zu machen. Nachdem er dort zum Christenglauben übergetreten war, soll er selbst den Martertod im siedenden Pech im Jahre 306 gestorben sein. Seine Reliquen gelangten nach Rom, er gehört zu den sogenannten Eisheiligen.

Legende des Hl. Gereon:
Gereon war Soldat in der Thebäischen Legion und wurde wegen seines Cchristlichen Glaubens auf einem Feld bei Köln um 304 mit weiteren Gefährten enthauptet worden sein. Es heißt, die Leichname seien in einen Brunnen geworfen worden sein, über dem die Hl. Helena später eine Kirche errichten ließ. Patronat: der Soldaten, gegen Kopfweh.

Legende des Hl. Bernhard von Clairvaux:
St. Bernhard wurde 1090 in Burgund geboren und trat 1112 mit 30 Gefährten in das Zisterzienserkloster Citeaux in Burgund ein. Das so wiederbelebte Kloster erlebte einen starken Aufschwung, sodaß er mehrere neue Klöster gründen konnte. Er erlangte große Berühmtheit als Prediger, das Volk brachte ihm überall Zuneigung und Bewunderung entgegen. Trotzdem man ihm Erhrenämter antragen wollte, lehnte er ab und bevorzugte das asketische Mönchsleben. Er starb 1153 und wurde später zum Kirchenlehrer ernannt.

Legende des Hl. Jakobus des Jüngeren:
Der Apostel Jakobus der Jüngere sei ein Sohn der Schwester von Maria gewesen. Jesus soll ihn in den Kreis seiner Apostel aufgenommen haben, mehr ist über ihn nicht bekannt. Es gab viele Diskussionen und er wurde oft mit Jakobus, dem Älteren gleichgesetzt. Verschiedene Quellen nennen ihn den ersten Bischof von Jerusalem. Patronat: der Hutmacher, Krämer, Pastetenbäcker, Konditoren, Gerber, Walker.

Legende der Hl. Ursula und den 11.000 Jungfrauen:
Die Hl. Ursula war die Tochter eines Königs und habe um Christi Willen Jungfräulichkeit gelobt. Als der heidnische Königssohn Aetherius sie heiraten wollte, erbat sie 3 Jahre Wartezeit, nachdem diese vorbei waren, segelte sie mit 11.000 Gefährtinnen, allesamt Jungfrauen, aufs Meer hinaus, geriet in eine Strömung und gelangte zufälligerweise an den Rhein. Vor Köln wurden alle von Heiden ermordet. Die Zahl 11.000 beruht auf einen Übersetzungsfehler, es waren in Wirklichkeit nur 11 Gefährtinnen.

Bei der Hl. Maria von Getsemani ist man sich nicht sicher, um welche Maria es sich handelt. In der Bibel erscheint der Auferstandene Jesus einer ‚Maria‘, oft wird sie mit Maria aus Magdala gleichgesetzt,  andere sehen darin Maria aus Bethanien.

Legende des Hl. Honorius:
Honorius war Römer und kam 601 zur Missionierung nach England. 627 weihte ihn Paulinus von York zum Bischof von Canterbury. Er machte sich in der Missionsarbiet verdient und starb 653 in Canterbury.

Legende der Hl. Restituta:
Nach der Passio erlitt Restituta um 250 oder 304 in Nordafrika das Martyrium. Nach einer Vita hatte man sie auf einem brennenden Schiff auf dem Meer ausgesetzt, das dann mit ihrem Leichnam auf der Insel Ischia vor Neapel antrieb. Sie wird besonders in Neapel und Korsika verehrt.

Legende der Hl. Margaretha:
St. Margaretha war die Nichte der Hl. Elisabeth von Thüringen. Sie lebte in Budapest auf der nach ihr benannten Margaretheninsel seit ihrem 10. Lebensjahr ab 1252 in einem Kloster, die Insel hieß damals noch Haseninsel. 1254 legte sie die Profeß ab. Margaretha lebte ein Leben der strengsten Buße und Armut, sie war ein Vorbild an Demut und Nächtenliebe. Sie verschmähte die Hochzeit mit mehreren Königen, die sie umwarben. Schon zu Lebzeiten wurde sie wie eine Heilige verehrt, nach ihrem Tod 1270 wuchs die Verehrung an. 1276 Seligsprechung, 1943 Heiligsprechung. Auf der Margaretheninsel gibt es bis heute eine heeilkräftige Quelle, die ‚Margarethenquelle‘.

Legende des Hl. Longinus:
Longinus soll derjenige Soldate gewesen sein, der die Seite Jesu am Kreuze mit einer Lanze durchbohrte. Nach anderen Quellen war er der Hauptmann, der die Kreuzigung überwachte und sprach: „Wahrlich, dieser Mann ist Gotztes Sohn.“ Eine andere Legende berichtet, Longinus habe in Kappadokien gepredigt und dort Mitte des 1. Jahrhunderts das Martyrium erlitten. Wieder andere Quellen breichten, er habe das Blut Christi mit einem Kelch aufgefangen. und brachte diesen nach Mantua. Patronat: der Reiter.

Seitenaltar 3:

Seitenaltar 3 links

Hier finden sich mehrere Reliquien des Hl. Adauctus, des Hl. Abundius sowie der Hl. Victrix.

Legende des Hl. Abundius:
Der Priester Abundius und sein Diakon Abundatius sollen während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian an der Via Flaminia in Rom enthauptet worden sein. An der Martyriumsstelle befindet sich eine altchristliche Kirche sowie eine Katakombe.

Bei der Heiligen Victrix handelt es sich wahrscheinlich um die Heilige Victoria. Sie war eine Christin, die Mitte des 3. Jhd. oder 305 in Rom den Martertod starb. Ihr heidnischer Ehemann habe sie bei den Christenverfolgern angezeigt. Patronat: für Regen.

Seitenaltar 5:

Seitenaltar 5 rechts

Er enthält jeweils 2 Reliquien des Hl. Clemens, des Hl. Ignatius und der 11.000 Jungfrauen sowie des Hl. Dionysius und der Hl. Justina.

Legende des Hl. Dionysius:
Dionysius wurde von einem ‚Nachfolger der Apostel‘ zur Missionierung entsandt und kam dabei nach Paris, wo er erster Bischof war. Dort habe er zusammen mit Rusticus und Eleutherius 258 den Martertod gefunden. Er gründete zahlreiche Kirchen. Nach einigen Quellen wurde er enthauptet und habe sein abgeschlagenes Haupt aufgehoben und bis zu seiner Grabstätte getragen. Patronat: Der Schützen, bei Kopfweh, bei Hundebissen, gegen Tollwut.

Legende des Hl. Ignatius:
Ignatios war ein Schüler des Evangelisten Johannes. Er war 40 jahre Bischof von Antiochien in Syrien, als ihn Kaiser Trajan zum Tode verurteilte. Zusammen mit anderen Christen brachte man ihn nach Rom, wo er im Amphitheather, dem heutigen Kolosseum, wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen wurde. Im Angesicht des Todes sagte er: „Ich bin der Weizen Christi, ich muß durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot befunden zu werden.“ Während seiner Reise nach Rom verfasste er ‚7 heilige Briefe‘.  Das Todesdatum war 107 oder 117. Patronat: gegen Halsschmerzen und Ausschlag.

Legende der Hl. Justina:
Justina erlitt am 17. Oktober 305 das Martyrium in Padua, sie soll von Soldaten des heidnischen Statthalters mit einem Schwert durchbohrt worden sein.

Seitenaltar 6:

Seitenaltar 6 rechts

Bei diesem Seitenaltar finden wir 3 Reliquien des Hl. Adauctus, sowie jene der Hl. Liliosa, des Hl. Valentin sowie des Hl. Tiburtius.

Legende der Hl Liliosa:
Liliosa und ihr Ehemann Felix stelleten sich freiwillig den Mauren, obwohl dies ihr Todesurteil bedeutete. Sie wurden am 27. juli 852 in Cordoba zu Tode gemartert, wo sie bis heute Verehrung genießt.

Legende des Hl. Valentin:
Der Hl. Valentin war wahrscheinlich Bischof von Terni. Angeblich benschenkte er Fremde mit Blumen und verheiratete Liebenspaare, worauf der Brauch des Blumenschenkens zurückgeht. Weiters habe er einen Knaben von Epillepsie geheilt. Er fand am 14. Februar 268 oder 269 den Martertod. Patronat: gegen Epillepsie und Ohnmacht, der Jugend, der Blumenhändler und für eine gute Heirat.

Legende des Hl. Tiburtius:
Tiburtius von Rom soll der Bruder von Bräutigam der Hl. Cäcilia gewesen sein. Er wird mit dem namensgleichen Hl. Tiburtius verwechselt. Gesichert ist, daß Papst Hadrian I. den Leichnam des Märtyrers in die Kirche S. Cecilia in Rom übertragen ließ.

Seitenaltar 7:

Seitenaltar 7 rechts

Hier gibt es Reliquien vom Gefolge des Hl.Mauritius, 3 Reliquien vom Hl. Adauctus sowie, im linken oberen Reliquiar, jene des Hl. Gereon, des Hl. Clemens, des Hl. Benno, vom Hl. Thomas dem Apostel, der Hl. Maria Magdalena, des Hl. Sebastian, des Hl. Brenhard, des Hl. Apostel Paulus, des Hl. Franziskus von Assisi, der Hl. Katharina von Siena, ein Kleidungsstück des Hl. Joseph sowie ein angebliches Stück der Geissel Christi.
Im Rechten Reliquiar finden wir Reliquien des Hl. Clemens, des Hl. Bonifatius, der Hl. Martha, der Sel. Aurelia, des Hl. Jüngers Barnabas, des Hl. Dominicus, des Hl. Gregor, der Hl. Ursula, des Hl. Bonaventura, des Hl. Rochus sowie ein angebliches Stück des Schweißtuches Christi.

Legende des Hl. Mauritius und seinem Gefolge:
Mauritius war Ende des 3. Jhd. der Führer der Thebäischen Legion, einer ägyptischen Soldatentruppe, die allesamt Christen waren. In der Chistenverfolgung des Maximianus wurden die Soldaten aufgefordert, ihren christlichen Glauben abzuschwören, was alle ablehnten. Daraufhin wurden sie in ihrem Lager in Agaunum (heute St-Maurice in der Schweiz) einer nach dem anderen über mehrere Tage hinweg durch das Schwert hingerichtet. Das Todesjahr lag zwischen 280 und 300. Um 380 wurden die Gebeine der Märtyrer wieder aufgefunden, über den Auffindungsort eine Kirche errichtet, die schnell zur Wallfahrtsstätte wurde. Durch Pilger verbreitete sich der Kult in ganz Europa. Patronat: der Soldaten, Kaufleute, Färber, Hutmacher, Glasmacher, Waffen- und Messerschmiede, Tuchmacher, der Weinstöcke, in Kämpfen, gegen Ohrenleiden, Gicht, Besessenheit, der Pferde und gegen Pferdekrankheiten.

Legende des Hl. Benno:
Benno, Sohn einer Grafenfamilie, empfing 1040 die Priesterweihe und war danach Abt und Kanoiker. Gegen seinen Willen wurde er 1066 zum Bischof ernannt. Er wirkte segensreich und errichtete viele Kirchen und Klöster. Sein Beiname war ‚Apostel der Slawen‘. Als er den Sachsenkrieg von Heinrich IV. ablehnte, wurde er für mehrere Jahre abgesetzt und teilweise sogar gefangengenommen. Die letzten fast 20 Jahre wirkte er unbehelligt und erfolgreich. Er starb am 16. Juni 1106 in Meißen. 1523 Heiligsprechung. Aus Furcht vor Reliquienschändung gelangten die Gebeine 1576 nach München (Deutschland), wo sie 1580 feierlich in der Frauenkirche beigesetzt wurden. Patronat: von München, gegen die Pest, der Fischer und Tuchmacher, gegen Trockenheit und Regen, gegen Unwetter.

Legende des Hl. Apostel Thomas:
Thomas soll vor seiner Berufung durch Jesus Fischer gewesen sein. Bei der Erscheinung des Auferstandenen Christi war er nicht anwesend und bezweifelte die Aufersteheung, weswegen er im Volksmund ‚der ungläubige Thomas‘ genannt wird. Wenige Tage später war er bei einer weiteren Erscheinung Christi anwesend und sprach: „Mein Herr und mein Gott“ (Joh 20, 25-28). Nachdem die Apostel auseinandergegangen waren, kam Thomas bis nach Persien und Indien. Möglicherweise soll er im Jahre 72 in Indien durch das Schwert oder eine Lanze erstochen worden sein. In Mailapur, einem Vorort von Madras, wurde am möglichen Martyriumsort, dem ‚großen Thomasberg‘, 1547 eine Kirche zu Ehren des Apostels errichtet. Eine Inschrift auf einem dort befindlichen Kreuzaus dem 7. Jhd. erzählt von den Predigten und dem Martyrium des Apostels. Patronat: von Ostindien, der Theologen, Architekten, Geologen, Bauarbeiter, Feldvermesser, Steinmetzen, Maurer, Zimmerleute, für eine gute Heirat.

Legende der Hl. Maria Magdalena:
In zahlreichen Quellen wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien und/oder mit Maria der Büßerin sowie Maria aus Gethsemani gleichgesetzt. Der Evangelist Markus berichtet, Maria Magdalena sei von Jesus von ihrer Besessenheit geheilt worden und danach seine Begleiterin geworden. Andere Quellen setzen sie mit der Sünderin, einer Prostituierten, die Jesus begegnete, gleich. Alle 4 Evangelisten erwähnen ihre Anwesenheit in der Sterbestunde von Jesus und bei seinem Begräbnis. Der Evangelist Johannes berichtet, sie sei am Ostermorgen zum leeren Grab gegangen und begegnete den Auferstandenen, der zu ihr sagte: „Noli me tangere (Berühre mich nicht)“ Über Maria Magdalenas Leben danach existieren viele Legenden; so sei sie mit ihrer Schwester Martha und ihrem Bruder Lazarus auf einem Schiff nach Südfrankreich gekommen und habe dort das Evangelium verkündet und als Büßerin gelebt. Es entwickelten sich Kulte um die Grabstätten. Patronat: der reuigen Sünderinnen, der Schüler und Studenten, der Gefangenen, der Verführten, der Friseure, Gärtner, Winzer, Weinhändler, Bleigießer, Böttcher, Wollweber, Handschuhmacher, Parfum- und Puderhersteller, der Kinder, die schwer gehen lernen, gegen Augenleiden.

Legende des Hl. Sebastian:
Sebastian stammte aus Mailand und war Soldat der Leibgarde von Kaiser Diokletian, der ihn sehr schätzte. Als der Kaiser eines Tages erfuhr, daß er überzeugter Christ war, ließ er ihn trotz seiner vorherigen Wertschätzung augenblicklich gefangennehmen und ordnete an, man solle ihn mit Pfeilen erschießen. Man band ihn auf einen Baum und erschoss ihn, da man ihn tot glaubte, ließ man ihn am Boden liegen. Die Witwe und Christin Irene aber sah, daß er noch lebte, nahm ihn nach Hause und pflegte ihn gesund. Mutig ging Sebastian nochmals zu Diokletian und prangerte die Christenverfolgung an, worauf ihn der Kaiser am 20. Jänner 288 im Circus von Rom erschlagen und seine Leiche in die Kloake werfen ließ. Eine Christin namens Lucina fand die Gebeine und bestatte sie ehrenhaft an der Via Appia, über der 367 die Pilgerstätte San Sebastiano errichtet wurde. Patronat: der Sterbenden, der Soldaten, der Brunner, bei Verwundungen, der Zinngießer, Eisenhändler, Gerber, Gärtner, Steinmetzen, Büchsenmacher, Bürstenbinder, gegen Viehkrankheiten.

Legende des Hl. Paulus:
Obwohl Paulus selbst kein Jünger Jesu war, gilt er als Apostel und wird wie Petrus ‚Apostelfürst‘ genannt.  Leben und Wirken lässt sich aus 2 Quellen nachvollziehen: aus der Apostelgeschichte und aus seinen Briefen. Paulus stammte aus Tarsus in Kilikien, wo er um 10 nach Christus geboren wurde. Seine Eltern waren Pharisäer und er erhielt den Namen Saul. Seine Familie besaß das römische Bürgerrecht. Er erlernte wie sein Vater das Zeltmacherhandwerk. Im Alter von etwa 19 Jahren kam er nach Jerusalem, um bei dem Lehrer Gamaliel eine Ausbildung als Rabbi zu beginnen. Bis zu dieser Zeit war er aktiv an der Christenverfolgung beteiligt, so wird er bei der Steinigung des Stephanus erwähnt. Etwa im Jahr 34 nahm er auch den Auftrag an, nach Damaskus zu gehen und die dortige Christengemeinde zu bekämpfen. Auf den Weg nach Damaskus kam es dann zur Bekehrung: Ihm erschien Christus, er erblindete, ließ sich in Damaskus taufen und nahm den Namen Paulus an. Danach verkündete er sofort das Wort Jesu in Damaskus, dann in Arabien, Jerusalem in seiner Heimat Kilikien und in Syrien. Etwa im Jahre 44 begann die Missionstätigkeit des Paulus. Bei ihrer ersten Missionsreise beschlossen Paulus und Barnabas, die Heidenmissionierung zu forcieren, was sie beim Apsotelkonzil verteidigten. Das Konzil entschied zugunsten der Heidenmissionare Paulus und Barnabas. Beide brachen ca. im Jahre 50 zur zweiten Missionsreise auf, die ihn auf lange Zeit nach Korinth führte. Er unterhielt regen Briefkontakt zu den von ihn gegründeten Gemeinden. Bei der dritten Missionsreise geriet er jedoch in einen heftigen Streit mit den Juden, wurde von Römern verhaftet und saß 2 Jahre in Cäsarea in Haft. Dann überführte man ihn nach Rom, wo er abermals lange Zeit in haft verbrachte. In dieser Zeit soll er auch Petrus wiedergetroffen haben. Ob Paulus nach seiner Freilassung nach Spanien kam, ist unsicher, sicher ist, daß Paulus zwischen 63 und 67 in Rom das Martyrium erlitt, wahrscheinlich durch Enthauptung. An der Stätte wurde die Kirche S. Paolo fuori le mura errichtet.

Legende vom Hl. Franziskus von Assisi:
Franz wurde 1181/1182 als Sohn eines reichen Kaufmannes geboren. Während seiner Jugendzeit war er ungestüm, sein Berufsziel war Ritter. 1202 zog er in den Sädtekrieg zwischen Assisi und Perugia, geriet in Gefangenschaft und durchlebte einen inneren Wandel, erkrankte und hatte eine Lebenskrise. Wieder in Assisi hatte Franz 1205 eine Vision, in der Christus sprach: „Franz, stelle mein vefallenes haus wieder her.“ Franz verzichtete auf sein Erbe, verließ sein Elternhaus, bekleidetet sich in einer braunen Kutte, und ging barfuß als Bettler auf Wanderschaft. Immer mehr Gleichgesinnte schlossen sich ihm an, und er ging mit ihnen zu Papst Innozenz III., um sich seinen Bettelorden, den ‚Minderbrüdern‘, bestätigen zu lassen. Die Franziskaner zogen in die ganze Welt hinaus, um ihr Ideal vom einfachen Leben, der Liebe zu Mensch und Tier zu predigen. 1212 reiste er nach Dalmatien, 1213 bis 1215 nach Spanien, 1221 gründete er den Terziarorden. 1224 empfing er, im Wald zurückgezogen, die Wundmale Christi (als erster überhaupt). Er starb am 3. Oktober 1226 (erst am nächsten Tag entdeckte man die Stigmata) Die Heiligsprechung erfolgte am 16. Juli 1226.

Legende des Hl. Joseph:
Trotz spärlicher Angaben in der Bibel ist Joseph als der Ziehvater Jesu einer der meistverehrtesten Heiligen überhaupt. Josef war Zimmermann, arbeitete in Nazaret und war mit Maria verlobt. Noch vor der Hochzeit empfing Maria ein Kind, ein Engel erklärte Joseph im Traum das Wunder der Empfängnis und forderte ihn auf, dem Kind den namen Jesus zu geben. Als er mit der hochschwangeren Maria zu einer Volkszählung nach Betlehem unterwegs war, besorgte Josef die Unterkunft für die Stunde der Geburt. Wieder auf Rat eines Engels floh er mit beiden vor Herodes nach Ägypten. Danach lebte er in Nazaret. Als Jesus 12 Jahre alt war, suchte er ihn mit Maria und fand ihn im Tempel lehrend. Mehr ist über Josef nicht bekannt, nach einigen Quellen vertarb er bald danach, wahrscheinlicher ist, daß er aus Bescheidenheit im Hintergrund blieb.

Legende der Hl. Katharina von Siena:
Katharina kam 1347 als 24. Kind der Färberfamilie Benincasa in Siena zur Welt. Im Alter von 12 Jahren sollte Katharina auf Wunsch der Eltern heiraten, was sie jedoch ablehte, worauf sie viel erleiden musste. Als ihr Gesicht duch Pockennarben entstellt wurde, zog sie sich ganz in die Färberei der Eltern zurück. Starke mystische Erfahrungen bewegten Katharina dazu, 1362 dem Laienorden der Dominikaner beizutreten. Andere Ordensmitglieder erlernten Katharina das Lesen soweit, daß sie kirchliche Schriften verstehen konnte. 1366 erlebte sie die ‚mystische Vermählung‘ mit Christus. 1374 ging sie freiwillig nach Pisa, um sich dort um die Opfer der Pestepidemie zu kümmern. Immer mehr Menschen schlossen suich ihr an, mit dem Lebensziel, Gott zu suchen und ihn immer ähnlicher zu werden. Aber sie musste auch Verleumdungen und Unterstellungen ertragen. Als sie kritisiert wurde, weil sie einem frierenden Bettler ihren Mantel gab, es aber für Frauen damals unschicklich war, sich ohne Mantel zu zeigen, sagte sie: „Ich will mich lieber ohne Mantel als ohne Liebe finden lassen.“ Sie stand zu Tode verurteilten bis zum Ende bei. Am 1. April 1375 empfing sie die Wundmale Christi. Als es zu Streitigkeiten zwischen Italien und dem in Avignon weilenden Papst Gregor XI. kam, ging Katharina nach Avignon und begann zu vermitteln. Bei Ausbruch des Abendländischen Schismas stellte sie sich auf die Seite des rechtmäßigen Papstes Urban VI. Auf Wunsch des Papstes zog sie 1378 nach Rom und opferte sich für die Sache der Kirche bis zur Erschöpfung auf. Katharina starb 33-Jährig am 29. April 1380 in Rom. Sie ist seit 1970 eine der 3 Kirchenleherinnen.

Legende der Hl. Martha:
Nach den Evangelien war Martha die Schwester von Maria von Bethanien und Lazarus. Berühmt ist die Bibelstelle, in der Jesus bei ihnen einkehrt. Nach außerbiblischen Legenden sei sie mit ihren Geschwistern in einem Schiff nach Südfrankreich gekommen und habe dort missioniert bzw. ein Einsiedlerleben geführt. Einen menschenfressenden Drachen soll sue mit einem Kreuz und Weihwasser in die Flucht geschlagen haben. Nachdem man ihre Gebeine im 12. Jhd. wiederentdeckt hatte, entwickelte sich Tarascon zur Kultstätte. Patronat: der Häuslichkeit, der Hausfrauen, Köchinnen, Dienstmägde, Arbeiterinnen, Wäscherinnen, Hausangestellten, Gastwirte, Hoteliers, Bildhauer und Maler, gegen Blutfluss und der Sterbenden.

Legende der Seligen Aurelia:
Aurelia war eine Gefährtin der Hl. Ursula oder eine Reklusin bei St. Emmeram in Regensburg, die 1027 starb, nachdem sie 52 Jahre eingeschlossen gelebt hatte. Die Gebeine wurden in die Benediktinerklosterkirche St. Emmeram übertragen, ein Hochgrab von 1330 erinnert an sie.

Legende des Hl. Jünger Barnabas:
Barnabas stammte aus Zypern, wo er in der Hälfte des 1. Jhd. geboren wurde. Er wird den 72 Jüngern zugerechnet, hat aber wahrscheinlich Jesusu nicht mehr erlebt. Er verkaufte all seinen Besitz und schenkte den Erlös den Aposteln. Zusammen mit Paulus, den er 37 in den Kreis der Jünger eingeführt hatte, reiste Barnabas 51 zum Apostelkonzil nach Jerusalem, geriet dort in Streit mit ihm und ging mit dem Evangelisten Markus, seinem Vetter, nach Zypern und verkündete dort das Evangelium. Barnaban wurde dort im Jahre 61 in Salamis zu Tode gesteinigt. 485 wurde seine Grabstätte aufgefunden.

Legende des Hl. Dominikus:
Dominikus war der Gründer des Dominikanerordens, des Vorbildes für fast alle Seelsorgerorden, die danach entstanden. Geboren um 1170 in Caleruega in Spanien, entschied sich Dominikus für den Priesterberuf, wurde
geweiht und Mitglied des Domstiftes El Burgo de Osma, im Jahre 1201 wurde er Subprior. Er beobachtete die damaligen Irrlehren und beschloss, Missionar zu werden und gründete in Prouille bei Toulouse eine Missionsstation. In den Folgenden Jahren wurden viele vom Glauben abgefallene von Dominikus und seinen Gefährten zum Glauben zurückgeführt. Aus der Gemeinschaft entstand der Prediger- und Bettlerorden der Dominikaner, der 1216 päpstlich bestätigt wurde. 1221 wurde Dominikus vom Papst beauftragt, in Rom einen Frauenkonvent ins Leben zu rufen. Armut und Studium waren die Grundpfeiler des Dominikanerordens, der auf der Regel des Hl. Augustinus aufgebaut war. 1220 fand das erste Ordenskapitel in Bologna statt. Dominikus starb am 6. August 1221 in Bologna. Heiligsprechung am 3. Juli 1234.

Legende des Hl. Gregor:
Geboren um 540 in Rom, wandelte er nach dem Tod seines Vaters das Haus am Civus Scauri in ein Benediktinerkloster um, in das er sich mit 12 Gefährten 575 zurückzog. Aus seinem Erbbesitz stiftete er weitere 6 Klöster. Vom Papst zum Vortseher der Seelsorgerbezirke ernannt, war er ab 579 Apokrisiar am Kaiserhof in Konstantinopel, kehrte 585/86 nach Rom zurück und wurde Ratgeber des Papstes. 590 wurde Gregor zum Papst gewählt. Während seiner Regierung mühte er sich, den Verfall, den die Kriege und Invasionen über Rom gebracht hatten, zu mindern und die wirtschaftliche Situation der Stadt zu verbessern, indem er den Besitz der Kirche reorganisierte. Gregor erreichte mit diplomatischem Geschick ein friedliches Einvernehmen mit den Langobarden, als jene 592/93 Rom bedrohten, und hatte freundschaftliche Beziehungen zu den Westgoten und zum Frankenreich. Außerdem gelang Gregor die Christianisierung der Angelsachsen. Sein karitativer Einsatz, seine Seelsorge und seine soziale Fürsorge waren richtungsweisend für alle Päpste der Folgezeit. Gregor ging auch als Autor der ‚Moraltheologie‘ als Theologe in die Geschichte ein.Gregor starb 604 in Rom und wurde im Petersdom beigesetzt. Gregor gehört zu den 4 lateinischen Kirchenvätern.

Legende des Hl. Bonaventura:
Bonaventura wurde 1218 in Bagnoregio in Italien geboren, studierte in Paris und machte einen Doktor der Theologie. 1243 trat er den Franziskanerorden bei. 1257 wurde er in Paris zum 7. Ordensgeneral ernannt, leitete den Orden 17 Jahre lang geschickt und wurde ‚zweiter Gründer des Franziskanerordens‘ genannt. 1273 erhielt er den Ruf nach Rom als Kardinalsbischof. Im Auftrag des Papstes bereitete er das Konzil von Lyon vor. Wenige Tage vor Ende des Konzils starb er am 15. Juli 1274 in Lyon. 1482 Heiligsprechung, 1588 Ernennung zum Kirchenlehrer.

Legende des Hl. Rochus:
Nach Überlieferungen stammte Rochus aus Montpellier (Frankreich), wo er um 1295 zur Welt gekommen sein. Nach dem Tod der Eltern verschenkte er den ganzen Beitz den Armen und zog als mittelloser Pilger durch die Welt. Er hatte die wunderbare Gabe, Pestkranke durch ein Kreuzzeichen zu heilen. Eines Tages erkrankte Rochus selbst an der Pest, dem Sterben nahe legte er sich in eine Hütte und erwartete den Tod. Da erschien ihm ein Engel und sprach ihm Mut zu, ein Hund kam täglich und brachte ihm Brot, bis er gesundet war. Als er in seine Heimatstadt zurückkehrte, erkannte ihn niemand mehr und er wurde als Spion eingekerkert. Nach 5 qualvollen Jahren starb er im Kerker, erst auf dem Totenbett erkannte man ihn anhand eines Muttermals.

Seitenaltar 8:

Seitenaltar 8 rechts

Hier kann man die Gebeine des Hl. Vinzenz, der Hl. Arthemia sowie 2 Reliquien des Hl. Bonifatius bewundern.

Bei der Hl. Arthemia ist die Vita unklar.

Legende des Hl. Vinzenz:
Vinzenz wurde im 3. Jh. in Huesca in Spanien geboren. Später soll Vinzenz als Archidiakon von Bischof Valerius gewirkt haben und mit ihm nach Valencia verbannt worden sein. Während Valerius nach Frankreich gebracht wurde, erlitt Vinzenz wahrscheinlich am 22 Jan. 304 den Martertod. An seinem Grab entwickelte sich ein starker Vinzenz- Kult.